2BROKEGERMANS

... denn sie wissen nicht, was sie tun ...

 
09Oktober
2014

Auf gehts zum Rodeo

"Wenn man in Kanada einen Cowboyhut trägt, weiß jeder,

dass man aus der Provinz Alberta kommt!"

 

Rückblick:

Im Juni und Juli war es richtig heiß in Kanada. Temperaturen um die 30 Grad waren an der Tagesordnung. Was kann man also besseres machen als noch zu der 

Calgary Stampede

zu gehen.
Die Stampede in Calgary ist "The Greatest Outdoor Show on Earth", die größte Außen-Rodeoshow der Welt, und die Tickets für die komplette Rodeowoche sind immer ziemlich schnell weg. Zum Glück hatten wir ein paar Tage zuvor noch zwei Tickets für den vorletzten Rodeotag bekommen.

Zwei Nächte in Calgary hatten wir dafür eingeplant. Morgens um 11 Uhr öffnete das Gelände, das eigentliche Rodeo sollte um 13.30 Uhr anfangen. Also standen wir, fertig im Cowboy und Cowgirl Outfit gestylt (schließlich waren wir acht Monate im Cowboy-Country Alberta), um 10.20 Uhr an der Bushaltestelle und um kurz vor 11 kam dann auch der ersehnte Bus. 
Zum Glück hatten wir Tickets für das Rodeo, ansonsten hätten wir alleine für den Einlaß aufs Gelände schon Eintritt zahlen müssen. Hier sah es aus wie auf einer Kirmes ... überall kleine Büdchen und auch Chantals ehemaliger Arbeitgeber "Lammles Western Wear" war mit mehreren(!) Ständen vertreten. Bei glühender Hitze waren wir dann ganz froh als das Rodeo losging und wir einen Sitzplatz unterm Dach hatten und somit schön im Schatten saßen. 

Die Royal Canadien Mounted Police (kurz: RCMP) - bei uns bekannt als Mounties - eröffnet jeden Tag aufs neue das Rodeoreiten.

Und dann gehts auch schon los. Die Rodeoreiter rennen alle zum Platzmittelpunkt und stellen sich dem Publikum vor. Die Pferde werden in die Boxen gebracht. Nacheinander versuchen nun die Reiter sich so lange wie möglich auf dem Pferd zu halten. Nur einmal war Sorge im Spiel, als ein Reiter sich mit der Hand im Riemen verhedderte und vom Pferd mitgerissen wurde. Ist aber zum Glück wohl nichts schlimmeres passiert.
Danach versuchten einige Reiter auf Bullen ihr Glück. Andere versuchten sich im Kälber einfangen.


Nach dem Rodeo sind wir dann noch auf dem Gelände geblieben, haben ein Foto mit echten Mounties bekommen und haben uns echte Indianerzelte und -Tänze angesehen. 

Am Abend ging es dann erschöpft und mit vielen neuen Eindrücken zurück ins Hotel. 

Einmal Cowboy - für uns ein toller Tag!

Cowboy by choise

 

 

03August
2014

Alaska

Mittlerweile sind wie ja schon wieder zurück, aber wir wollten den Blog noch zu Ende schreiben. Paar Einträge folgen also noch ;)

Um die letzten Wochen nicht arbeitend zu verbringen, haben wir uns entschlossen nach Alaska zu fahren. Ausserdem kam jetzt der Sommer in die Rockys...da wollten wir weg. Nee natuerlich nicht, aber ob man es glaubt oder nicht, in Alaska hatten wir spaeter auch 27 Grad. Aber zuerst einmal der Weg:

Von Canmore ueber den Icefield Parkway nach Jasper...immer wieder toll!
Von Jasper ging es dann nach Dawson Creek und von da aus nach Fort Nelson. Diese Fahrt war dann doch eher bescheiden. Aber von Fort Nelson nach Watson Lake war der Hammer. Auf dieser Fahrt haben wir 15 Schwarzbaeren, einen Elch, Fuechse und eine Bisonherde gesehen. Ok, die Bisons waren auch wirklich nicht zu uebersehen, da sie mitten auf der Strasse standen. Und gerade als wir durch die Herde durchfahren wollten – langsam natuerlich – hat sie ein anderes Auto erschreckt und dann rannte die Herde los. Einer stand direkt vor unserem Auto als er losrennen wollte...ging aber alles gut!

Nachdem wir in Watson Lake bei einem deutschen Auswanderer in einer alten AirForce-Basis uebernachtet hatten, ging es dann weiter in den Yukon.

Unser Weg fuehrte uns nach Whitehorse. Hier waren wir dann auch fuer den 01. Juli, dem Nationalfeiertag Canadas. Es gab eine Parade und anschliessend ein Fest, mit Tribuehne und lecker Essen, z.B. Eskimo-Donuts. Yammy! Die Indianer hatten dort auch gerade ihr eigenes Fest nebenan, da hat dann z.B. eine Indianer-Oma Geschichten aus ihrer Jugend erzählt. So erfuhren wir, dass von den ersten Weißen die damals in ihr Dorf gekommen sind, drei Männer je eine Indianerin heirateten. Oder das man Ware sechs Monate im Voraus bestellen musste, wegen der langen Lieferzeit.

Von Whitehorse aus fuhren wir nach Fairbanks. Das war eine 14,5-stündige Autofahrt (ohne Pausen). Das war aber auch nur machbar, weil wir mittlerweile so hoch im Norden waren, dass es nicht mehr dunkel wurde wegen der Mitternachtssonne. Da war es dann um halb eins Nachts noch taghell. Wir waren so froh, noch ein Hotelzimmer zu bekommen....

Neben Fairbanks liegt dann auch schon der Nordpol. Naja, nicht wirklich. Aber da ist ein Ort der "North Pole" heisst und das ganze eben auch etwas ausnutzt. So sind die Straßenlaternen zum Beispiel riesige Zuckerstangen und es gibt auch ein Weihnachtshaus, mit Rentieren vor der Tür.

Von Fairbanks aus sind wir dann am nächsten Tag nach Anchorage gefahren um hier den 04. Juli zu verbringen (Nationalfeiertag in den USA).  Hier gab es auch wieder eine Parade, diesmal etwas größer. Nach der Parade gab es ein Fest, das im Grunde wie eine Art Kirmes war mit Fahrgeschäften und Freßbuden. Letztere waren allerdings so überfüllt, das wir etwas vom Rummel weg sind und ein kleines Büdchen mit "Deutscher Bratwurst" fanden. War auch mal wieder lecker.

Um 18 Uhr beschlossen wir die USA wieder zu verlassen (ohjaaa) und fuhren somit zurück Richtung Whitehorse. Wir haben Berge und Täler und Flüsse und Seen gesehen, wie man sich Alaska vorstellt. Bis nach Whitehorse war es dann doch zu weit und nach einer 12-Stündigen Autofahrt schafften wir es nach Haines Junction.  Hier haben wir uns vor einer Tankstelle hingestellt, die Schlafmasken aufgesetzt und im Auto bis 11.30 Uhr geschlafen. Nach 4,5 Stunden Schlaf haben wir uns dann im Besucherzentrum die Zähne geputzt.

Und weiter ging es Richtung Watson Lake. Doch in Whitehorse haben wir dann noch einmal einen Stopp gemacht und Tickets für die Calgary Stampede gebucht und Hotels gesucht, aber leider keines gefunden....naja, wir machen das schon irgendwie.
Die Fahrt war auch sehr schön, wenn auch etwas verregnet. Während man in Alaska eigentlich täglich mehrere Elche sieht, sind die im Yukon (also Canada) eher selten. Bären haben wir hier aber dafür richtig oft gesehen.

Nach einer weiteren Nacht im Auto und einem weiteren kurzen Abstecher im Besucherzentrum zwecks Mundhygiene haben wir uns wieder Richtung Zivilisation aufgemacht.

Auf dem Weg nach Calgary haben wir dann noch hinter einem Berg eine komische Wolke gesehen. Als wir um den Berg rum gefahren sind, haben wir die kompletten Ausmaße gesehen. Durch einen Blitzeinschlag wurde ein Waldbrand ausgelöst und das Feuer brannte bereits seit 5 Tagen.

Liebe Grüße
Chantal & Markus

ALASKA Hin und Zurück: 7870 km (yeeeha)

14Juli
2014

Bist Du hart genug fuer die Rockys?

Mitte Juni gab es den naechsten Besuch:

Markus zweiter Bruder, Martin, gab sich die Ehre.

 
Natuerlich wollten wir ihm etwas bieten und haben ihm unsere Lieblingsplaetze gezeigt und sind viel rumgefahren, in der Hoffnung ihm ein paar Tiere zeigen zu koennen.
Und tatsaechlich! Als erstes Tier gleich ein Volltr effer - ein Grizzly! Und dann auch noch so nah!

 

Dann waren wir mit ihm auch noch in Calgary - Cowboystiefel kaufen und ihm einfach mal eine kanadische Grossstadt zeigen. Abends waren wir dann noch Karaoke singen ...

Wir wussten gar nicht wie viele Ausreden es gibt um nicht in kanadische Bergseen springen zu muessen ...
Er wollte nicht in einem Bergsee baden (gut, es waren auch nur ca. 18 Grad und es ist Gletscherwasser), aber wir haben sowas natuerlich schon gemacht und wollten es auch wieder machen. Zumindest ist er durch einen Fluss gelaufen ... das reicht grade so fuer einen Viertel-Kanadier - schon alleine, weil er sogar noch Schuhe dabei anhatte .

 

Das (nicht gerade) triumphale WM-Spiel Deutschland gegen Ghana haben wir in einem Pub in Banff mitverfolgt.

 

 

 

 

Und dann kam noch ein echtes Highlight: Wildwasserrafting!!! Was fuer ein Spass!
Ein toller Tag, mit richtig viel Sonne, nicht zu heiss und nicht zu kalt. Bevor wir uns in die tosenden Fluten schmeissen konnten, mussten wir uns erstmal in lustige PowerRangers-Neoprenanzuege kleiden. Dieser Tag hat uns auf jeden Fall echt viel Spass gemacht.

Viele Gruesse
Chantal & Markus

 

01Juli
2014

Der Weg zurueck

Nachdem wir den Osten nun abgeklappert haben und uns der Westen nicht nur besser gefallen hat, sondern dort auch die Jobchancen groesser waren, haben wir uns also mitte Juni wieder auf den Weg zurueck zu unseren geliebten Rocky Mountains gemacht.

Damit die Reise aber nicht zu eintoenig wird haben wir versucht nicht wieder in den gleichen Orten zu uebernachten. Man will ja auch mal was anderes sehen.
Drei Ausnahmen haben wir gemacht:
Wir wurden eingeladen auf dem Rueckweg wieder halt auf der Ahornsirupfarm zu machen.
Ohne Schnee sieht es da total anders aus, aber immer noch schoen!!

Diesmal durften wir dort in einer urigen, kleinen Holzhuette uebernachten - am naechsten Morgen sind wir nach dem Fruehstueck noch eine Runde mit dem Kanu auf dem See gepaddelt.
Danach haben wir uns eiligst aufgemacht um ein Feuerwerk an den Niagara Faellen und natuerlich die Faelle selbst im Fruehling zu erleben. Dort haben wir Glueck gehabt, weil die Bootstouren "in" die Niagara Faelle erst eine Woche vorher aus dem Winterschlaf erwacht sind.

Die dritte Ausnahme war eine Uebernachtung in Kenora (der Ort mit den -40 Grad und den Schneefiguren, falls Ihr Euch erinnert...), wir wollten diesen schoenen Ort gerne mal ohne Schnee und Eis sehen und siehe da: Ein wirklich nettes kleines Doerfchen irgendwo im nirgendwo.

Allerdings waren wir soooo froh als wir endlich wieder die Rocky Mountains gesehen haben :)

Direkt einen Tag nach unserer Ankunft in Canmore haben wir uns wieder nach Jobs umgeschaut. Das hat aber ziemlich hungrig gemacht und deswegen sind wir abends zu Ben (Markus altem Chef) zum Burger essen gegangen. Nach der Begruessung hat er Markus sofort wieder seinen alten Job angeboten!
Chantal wollte diesmal etwas anderes machen und hat sich bei Lammle's Western Wear in Banff vorgestellt. Hier wird Cowboybedarf (also Cowboystiefel, Hemden, Jeans, Huete etc.) verkauft. Am naechsten Tag bekam sie die Zusage fuer den Job. Hier war allerdings Dienstkleidung vorgeschrieben :)


Liebe Gruesse,
Chantal & Markus

17Juni
2014

Das Ende der Welt

Nachdem wir Halifax erfolgreich erreicht haben, wollten wir es mitte Mai doch noch wissen und sind 6 Stunden mit der Faehre nach Neufundland gefahren. Uns wurde immer gesagt:"Fahrt niemals in der Daemmerung, denn dann sind die Elche am aktivsten und rennen auch auf die Strasse. Und man sieht die immer zu spaet."

Erstes Problem: Die Faehre hatte knappe 2 Stunden Verspaetung und wir sind deswegen eben auch spaeter angekommen als geplant.
Zweites Problem: Es hat geschneit ohne Ende.
Also mussten wir halbnachts im Schneesturm mit Elchgefahr zu unserem ersten Stopp fahren....drei bange Stunden. Ging aber alles gut.

Am naechsten Tag hat es immer noch sehr stark geschneit, also haben wir unser Ziel diesmal nicht so weit weg gewaehlt. Allerdings sind paar Tage zuvor auf Neufundland mehrere tote Wale gestrandet und da einer der Wale in der Naehe angespuelt wurde, wollten wir diesen natuerlich sehen. Das ganze ist so traurig, denn es sind 9 Wale unter der dicken Eisdecke erstickt! Eine ganze Walfamilie!! Insgesamt haben wir zwei tote Wale gesehen.

Auf unserem Weg nach St. John haben wir Caribous gesehen.


Eisberge waren dort auch viele vorhanden. Das war mal super!! Die sind in den Buchten rumgeschwommen und waren wirklich unglaublich nah.


St. John ist auch eine niedliche Stadt mit vielen bunten Haeusern. Chantal hat mal eine Parkrangerin gefragt, warum die Haeuser alle so bunt sind. Sie antwortete, jemand hat ihr mal gesagt, dass so die Seefahrer auch im dicksten Nebel ihre Haeuser wiederfinden konnten. Ob das aber der Wahrheit entspricht, wusste sie auch nicht.


In St. John's sind wir dann auch Neufundlaender ehrenhalber geworden. Dazu muss man einen Screetch (= Rum) trinken und dann einen Fisch kuessen! Das wurde in einer tollen Zeremonie zelebriert. Da man fuer die Zeremonie eigentlich eine Reservierung braucht, wir das aber nicht wussten und nur eine Nacht da waren, haben wir einfach mitgemacht.
Am Schluss hat dann jeder eine Urkunde bekommen, nur wir eben nicht.
Also sind wir zum Besitzer gegangen und haben ihm die Sachlage erklaert. Er wollte keinen Cent sehen und hat uns auch noch zwei Urkunden ausgestellt. Seeeehr freundlich.

Hier auf Neufundland ist auch ein ganz besonderer Ort....fuer uns zumindest.
Ca. 30 Minuten von St. John`s entfernt, liegt Cape Spears:
Der oestlichste Punkt Nordamerikas! WOW! Und wir waren da!! Yes!!

Dann wollten wir noch nach L'anse aux Meadows, einem alten Wikingerdorf, in dem vor ca. 6000 Jahren nachweislich die ersten Europaer den amerikanischen Kontinent betreten haben. Also sind wir auf dem Rueckweg zur Fahre noch gen Norden gefahren und haben damit auch die komplette Insel abgefahren.
Unterwegs haben wir eine Nacht im Hostel geschlafen...ok, mehr verbracht als geschlafen. Der Grund dafuer war ein Eishockeyteam, namens Conne River, das auch in dem Hostel war. Somit hatten wir die Chance uns mit echten Neufundlaendern mal auszutauschen. Interessant war auch, das drei Mitglieder aus dem einzigen Indianerstamm Neufundlands kamen. Danach ist das Team auch benannt.

Wir wurden fuer den naechsten Morgen zum Eishockeyspiel eingeladen und da das Spiel um 11 Uhr losging und wir erst um 5 im Bett waren, konnten wir uns schon denken wer das Spiel gewinnen wuerde. Im Endeffekt war es knapper als gedacht. Wir waren uebrigens die einzigen "Fans" im Stadion :-D


Leider war L'anse aux Meadows noch voellig eingeschneit und deswegen konnten wur nur die Daecher der Wikingerhaeuser erkennen.
Aber der Weg hat sich noch aus einem anderen Grund gelohnt: Waehrend wir an den ersten Tagen keine Elche gesehen haben (die waren noch alle im Wald), haben wir an der Nordspitze unglaublich viele gesehen. Immer in der Daemmerung, wie uns gesagt wurde.
Einmal ist ein Elch direkt vor einem "Vorsicht Elche"-Schild ueber die Strasse gelaufen...sehr lustig :-D

Die Rueckfahrt mit der Faehre haben wir dann Nachts gemacht und auf der Faehre geschlafen. Markus war so nett und hat Chantal die Bank ueberlassen waehrend er auf dem Boden geschlafen hat.

Und somit konnten wir nun den Weg zurueck einlaeuten.

Viele Gruesse
Chantal & Markus

Noch paar Bilder :-)

10Juni
2014

Halifax, Besuch und ein Geburtstag!!!

So, naja, also ueber New Brunswick und Prince Edward Island gibt es nicht wirklich viel zu schreiben. In New Brunswick ist einfach nichts und auf Prince Edward Island war noch alles winterbedingt geschlossen. Aber wir haben dort "Anne of the green gables" kennengelernt. Eine Geschichte ueber ein rothaariges kleines Waisenmaedchen, das zu einem Geschwisterpaar nach Prince Edward Island geschickt wird und dort unzaehlige Abenteuer erlebt. Astrid Lindgren fand die Geschichten ueber Anne so amuesant, dass sie Anne als Inspiration fuer Pippi Langstrumpf nutzte.
Es gab auch noch Eisschollen....ziemlich cool das ganze!


Wir haben einen Bieber gesehen und waren am Sandstrand. Der angeblich schoenste auf ganz Prince Edward Island.


Aber wir berichten jetzt ueber Nova Scotia bzw. Halifax.
Halifax ist eine sehr alte Hafenstadt, hat aber bei weiten nicht soviel Charme wie Hamburg.
Es gibt ein paar interessante Museen, wie z.B. das Pier21. Das Museeum befindet sich an dem Ort, an dem damals die ganzen Einwanderer angekommen sind.
Auch eine alte Zitadelle (eine alte Kriegsfestung) gibt es in Halifax. Hier wird jeden Tag um 12:00 Uhr ein Kanonenschuss abgefeuert - in alten Zeiten wurde dies getan, damit diejenigen, die sich eine Uhr leisten konnten, diese Uhr richtig stellen konnten und damit der Rest der Bevoelkerung eine ungefaehre Ahnung ueber die Uhrzeit hatte. Heutzutage wird es natuerlich nur noch aus Traditions- und Touristischen Gruenden gemacht.

In Halifax liegen auch einige der Titanic-Opfer begraben.


Markus Bruder Mathias ist extra fuer Markus Geburtstag zu Besuch gekommen. Natuerlich haben wir versucht ihm auch etwas zu bieten, deswegen sind wir an einige interessante Plaetze gefahren, wie z.B. Peggys Cove - wenn das mal kein Postkartenmotiv ist:


Chantal hat auf den Klippen auch noch einen winzigen Seestern gefunden :) Ob man den nach Deutschland einfuehren darf?!

Wir sind sogar bis nach New Brunswick reingefahren um die sogenannten Hopewell Rocks zu sehen. Hier gibt es den groessten Tidehub der Welt - sprich, der Wasserstand bei Ebbe und Flut hat einen Unterschied von bis zu 21 Metern!
Es dauert zwar lange um Ebbe UND Flut zu sehen, aber der Unterschied ist gewaltig!



Als wir dann einen Tag alle ausgeschlafen haben, sind wir um 15 Uhr zu der Alexander Keiths Brauerei-Besichtigung gegangen. Also die war mal wirklich gut gemacht. Die Leute dort waren alle verkleidet wie Personen aus dem 18 Jahrhundert und es wurde sogar noch bei der Verkostung getanzt und gesungen! Und das sogar richtig gut!

Und dann war es endlich soweit: Der kleine Markus hat seinen 30sten Geburtstag gefeiert!

Neben der naechtlichen Ueberraschung mit lecker Kuchen und Geschenken wurde der Tag mit Laser Tag und einem Eishockeyspiel zelebriert. Laser Tag ist ein Spiel, bei dem die Teilnehmer Westen mit Sensoren umbekommen und Laserwaffen in der Hand haben. Dann rennen alle wie wild durch einen halbdunklen Raum mit allerhand Waenden und lauter Musik und versuchen sich gegenseitig "abzuschiessen", derjenige mit den meisten Punkten gewinnt. Was fuer ein Spass, auch wenn einer nur gewinnt, weil er cheatet ...
 

Ein Eishockeyspiel durfte natuerlich nicht fehlen, nicht nur weil das etwas ganz kanadisches ist, was man dem Besuch zeigen kann, sondern auch, weil Markus und Chantal mittlerweile richtig gerne Eishockey schauen ("... and the best game you can name is a good ol' Hockeygame!"). Sogar mit Stanley-Cup Donuts!!
 

Ansonsten war es in Halifax leider ueberwiegend windig und regnerisch mit Temperaturen um die 13 Grad.

In Nova Scotia gibt es noch die kleine Insel Oak Island.
Auf dieser Insel liegt ein Schatz vergraben!
Wirklich!
Vor ca. 200 Jahren begann die Suche auf der kleinen Insel, sieben Menschen mussten bisher ihr Leben lassen (die Legende besagt, dass die Insel nach acht Menschenleben ihr Geheimnis preisgibt). Unzaehlige Millionen Dollar sind schon in den Loechern und Schaechten versandet. Bisher ohne Erfolg! Fest steht nur, die halbe Insel wurde kuenstlich angelegt und im Erdreich liegt etwas begraben - nur was?

Viele Gruesse
Chantal & Markus

24Mai
2014

Death by Maplesyrup, oder ein Tag auf der Ahornsirupfarm

Wir berichten euch heute von einem perfekten Tag in Kanada!

Robyn, eine Arbeitskollegin von Chantal, hat schon letztes Jahr von der Ahornsirupfarm ihrer Tante Anne und ihres Onkels Arne in der Naehe von Montreal erzaehlt. Es sei ein magischer Ort, der einfach unglaublich schoen ist.
Hallooo? Was gibt es denn kanadischeres als eine Ahornsirupfarm??
Genau, da mussten wir einfach hin!
Natuerlich hat Chantal sie sofort nach der Adresse gefragt! Eine Adresse gab es aber nicht, sondern die Emailadresse ihrer Tante. Auch gut! Noch am selben Abend haben wir der Tante Anne eine Email geschrieben, aber auch erwaehnt das wir noch in Canmore sind. Doch sobald wir im Osten waeren, wuerden wir uns wieder melden!!
Anne antwortete uns, das ein Besuch an einem Wochenende am besten waere, weil sie und Sarah (Annes Tochter) dann fuer uns Zeit haetten. Und wir herzlich willkommen sind!

Ein paar Monate spaeter war es dann ja soweit. Wir erreichten Montreal. Also nichts wie ran und wieder eine Email an Anne schreiben, ob wir an dem kommenden Wochenende vorbei kommen koennten.
Wie ihr ja wisst, lag immer noch ueberall Schnee und leider auch auf der Ahornsirupfarm (<-- das ist so ein tolles Wort)!
Das Wetter war nicht gut genug um Ahornsirup herzustellen. Hmm was nun? Wir wollen dahin!
Anne schrieb auch, das das Wetter am darauffolgenden Wochenende recht gut werden sollte. Also haben wir beschlossen sie dann zu besuchen. Nach einer Woche in Montreal (mit einem wirklich kalten Wochenende) und einer weiteren Woche in Quebec sind wir an dem Wochenende nun endlich los zur Ahornsirupfarm!
Meine Guete haben wir uns gefreut!!
Zum Glueck wurden unsere Erwartungen sogar noch uebertroffen!
Mitten an einem Highway stand ein Briefkasten: Moore! Hier sind wir richtig!
Hinter dem Briefkasten ging ein sehr steiler Weg den Berg hinauf....unser armes Auto!!
An der ersten Huette blieben wir stehen. Danach lag auch zu viel Schnee auf dem Weg als das wir weiter fahren koennten.
Arne stand an der Huette. Wir wurden freundlich empfangen und dann kam auch noch sein Bruder und dessen Frau an. Beide echte Rednecks!! Spaeter kamen noch Maria und Chris, Freunde von den Moores, sowie Anne mit Sarah dazu, alle auch sehr nett.
Dann zeigte Arne uns wo der Sap (der Harz) in einen Tank fliesst und er erklarte uns alles sehr genau. Das koennt ihr euch aber besser unten im Video anhoeren.

Sirup konnten wir zu dem Zeitpunkt aber noch nicht machen, da noch nicht genug Sap da war. Also gings zum Lunch. Dazu mussten wir ca. 40 Minuten bergauf zum Haeuschen gehen.
Was fuer ein Anblick! Das Haus war halb eingeschneit und direkt am See. Der Oberknaller!!!

Wir kochten alle zusammen eine leckere Suppe und Sarah hatte kurz zuvor noch Bananenbrot gebacken. Beides war richtig gut! Dann kam Sarah auf die Idee das Brot in Ahornsirup zu tunken...sooooo lecker!
von links: Anne, Markus, Chantal, Arne, Chris, Sarah und Maria

Anschliessend ging es wieder runter zur Huette, denn mittlerweile sollte genug Sap da sein. Eigentlich wollten wir runter rodeln, aber der Schnee war nicht perfekt dafuer, sagte Arne.
Also wurden wir auf einem Skidoo den Berg mit runter genommen.
Das war ein Spass

Maria und Chris sind doch gerodelt, mussten aber einige Abschnitte laufen....Arne hatte Recht, der Schnee war nicht perfekt dafuer.

Der Ofen wurde dank Markus Hilfe schnell in Gang gebracht und dann wurde der Sirup gekocht.
Wir haben auch dann selber den Sirup in Dosen abgefuellt. Eine Dose durften wir behalten...juhuu   Wie gesagt, das Video erklaert das etwas mehr!

Nachdem wir dann schon den halben Tag Ahornsirup in saemtlichen Formen genascht ... ne ne auf die Qualitaet geprueft haben, ging es dann abends wieder zum Suppe(Dinner, Abendessen) nach oben auf den Berg.
Als die Tuer aufging, duftete es schon herrlich. Es wurde ein Schinken aufgetischt, der mit Ahornsirup uebergossen war. Dazu gab es Yam und Gemuese. Das war so unglaublich lecker..... Einige haben den Schinken noch zusaetzlich mit Ahornsirup begossen.

Danach gingen alle auf die Veranda und Anne brachten heissen Ahornsirup raus und goss Striche damit in den Schnee. Jeder hatte eine Gabel, also nichts wie ran, um den erkalteten Sirup aufzudrehen. So macht man also Ahornsirup-Lollies richtig!!
Und wir koennen es nicht verleugnen, auch das war richtig gut.

Als wir die Lollies gerade abgeleckt hatten, oeffnete Anne den Ofen und holte einen Kuchen raus. Noch mehr? - Jap, es gab Ahornsirupkuchen, genannt: Death-by-Maplesyrup (Tod durch Ahornsirup). So so lecker! So lecker!

Danach war es aber gut. Genug Sirup fuer heute! Aber soooo lecker alles
Wir haben dann noch laenger zusammen gesessen und den Abend ausklingen lassen.
Anne wollte das wir bei ihr uebernachten, aber das Hotel war schon gebucht.
Wir sollten auf jeden Fall wieder vorbei kommen, falls wir wieder zurueck nach Canmore fahren wuerden. Ok, gerne

Anschliessend brachte Sarah dann Maria, Chris und uns beide auf einem Quad + Anhaenger den Berg runter zum Auto. Ziemlich lustige Aktion!

Das war unser perfekter Tag in einem wundervollen Land. Auch wenn wir uns vorher nicht persoenlich kannten, so wurden wir sofort wie enge Freunde behandelt! Wir haben uns auch super Wohl gefuehlt!!

Bis demnaechst,
Chantal und Markus

18Mai
2014

Québec

Mitte April, wir sind weitergezogen nach Québec. Hier gibt es zwei Sachen:

Eine schoene Altstadt und Menschen, die kein Englisch sprechen. Aber auch so gar kein Englisch!

Die Altstadt Québecs ist, durch eine Klippe, unterteilt in Oberstadt und Unterstadt.
Um in das alte Stadtviertel zu kommen, muss man zuerst durch eines der vielen Tore fahren ... Tore der alten Stadtmauer.


Und ploetzlich ist man in einer anderen Welt: Pflastersteine, kleine Steinhaeuser, viele Gassen ... richtig idylisch.


Zum 350-jaehrigen Jubilaeum der Notre-Dame de Québec wurde in die Kathedrale eine heilge Pforte eingebaut.
Heilige Pforte heist auf englisch "Holy Door" (Heilige Tür), wenn Kanadier das auf englisch mit quebecois Akzent aussprechen klingt das ungefaehr nach Olie Döhr ...

In einem urigen Restaurant mit Kerzenschein und Kaminfeuer haben wir uns dann noch ein echtes Stueck Frankreich gegoennt - Quiche (eine Art Schmandkuchen, oder Flammkuchen mit Schinken). Yammi :)

In der Oberstadt steht das Château Frontenac, angeblich das meist fotografierte Hotel der Welt. Es thront direkt oberhalb der Klippe und ist schon von weit weg gut erkennbar.



In der Unterstadt sind viele niedliche Laedchen in engen Gassen, auch hier mit Pflastersteinen.



Abends haben wir dann noch die Quebecer Poutine ausprobiert (Poutine=Pommes mit Kaese und Bratensosse). Chantal hatte eine mittlere Poutine mit Wuerstchen (auf dem Foto die linke Poutine), aber da muss man sagen, kanadische Wuerstchen schmecken komisch, egal wo. Markus hatte eine kleine Poutine mit Gehacktem. Ziemlich lecker! Dazu gabs noch einen kleinen Burger.

Viele liebe Gruesse
Chantal & Markus 

04Mai
2014

Grossstadt-Hopping - heute Montreal

Anfang April waren wir dann auch schon in Montreal.
Und eines wird uns immer in Erinnerung bleiben: Der Sony-Shop.
Chantals Kamera wollte einfach nicht mehr. Und da wir hier ungerne auf eine Kamera verzichten wollen musste eine neue her....zum Glueck kam Sascha (Chantals Bruder) auf die Idee es einfach mal im Sony Shop zu versuchen. Was die Reperatur anging, konnten die uns leider nicht helfen, weil es eine europaeische Kamera ist. Aber wir bekamen fuer eine neue Kamera einen kleinen Rabatt.

Montreal ist eine Studentenstadt, die Jobangebote fallen folglich mager aus. Eines gibt es allerdings wirklich oft: Kirchen. Einige haben wir uns auch angesehen, unter anderem die "Notre-Dame Basilica of Montreal".

Das ist wohl die bekannteste Kirche (und das nicht nur weil Celine Dion darin geheiratet hat), in der man sich auch noch eine Lichtshow ansehen kann. Haben wir auch gemacht....war jetzt nicht so der Knaller!

Doch die "Cathedral-Basilica Mary Queen of the World" ist mal wirklich schoen! Sie wurde dem Petersdom nachempfunden, den haben wir beide noch nicht gesehen, aber der muss auch echt schoen sein


Wir haben uns auch den hystorischen Stadtteil angesehen und man muss sagen, dort ist es echt am schoensten!!


Wisst ihr denn auch woher Montreal seinen Namen hat? Richtig!! Natuerlich vom Berg "Mont Royal". Im Sommer gibt es wohl echt coole Wege da rauf, da wir aber noch Winter hatten und die Wege noch verschneit waren, sind wir mit dem Auto rauf. Oben angekommen hat uns direkt ein niedlicher Waschbaer begruesst!


Danach sind wir zum Oratoie St.-Joseph gefahren, das ist eine weitere Kirche, die ganz oben auf dem Berg steht. Und diese Kirche ist so riesig, dass man mit mehrere Rolltreppen fahren muss bis man in die Kapelle kommt.
Unten ist noch eine Art Tropfsteinhoehle mit einer Marienstatue und einer weiteren Kapelle.


Wir haben hier auch die allerletzte Folge von der Fernsehserie "How I met your Mother" gesehen... dazu sagen wir aber nur:.....legen...wait for it....dary!!!
Wollen euch aber nicht zu viel verraten.

Noch zwei Bilder aus Montreal:


Liebe Gruesse,

Chantal & Markus

 

27April
2014

Ottawa

Wir wissen nicht eindeutig, ob die Stadt so heisst, weil da mal ein Otter war ...

So, damit haben wir den Kalauer schonmal untergebracht.

Einmal in Ottawa angekommen, haben wir neben dem Gefaengnis geparkt und konnten direkt da bleiben.
So verbrachten wir unsere erste Nacht im Kittchen.
Zum Glueck war es nur die oertliche Jugendherberge, die aber bis in die '70iger Jahre hinein tatsaechlich als Gefaengnis (mit Todestrakt) benutzt wurde.
Hier bezogen wir also unsere Doppelzelle, es waren auch Einzelzellen erhaeltlich - da passte gerade mal das Bett rein und man hatte noch ca 40cm Platz bis zur Tuer!

  

Am naechsten morgen machten wir dann noch die Gefaengnisfuehrung mit, bei der wir wirklich in den, noch original erhaltenen, Todestrakt durften.

 

Und auch den Schauplatz der oeffentlichen Hinrichtungen konnten wir von nahem begutachten.

 

Jetzt aber zu dem, was Ottawa zu einer so wichtigen Stadt macht: Ottawa ist die Hauptstadt Kanadas und somit sitz des Parlaments.

In Ottawa gibt es des Parlamentshaus, das im Raum wo die Politiker sitzen genauso aufgebaut ist, wie der Regierungsraum in London, England. Und selbst die Turmuhr klingt wie der Big Ben.
Die Queen war uebrigens das letzte mal 1976 in Ottawa.

Auch President Obama machte auf seinen Reisen station in Ottawa und war auch im Ward Market, die seitdem Obama-Cookies verkaufen.



Alles in allem ist Ottawa eine wirklich schoene Hauptstadt!!

Liebe Gruesse,
Chantal & Markus

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